Die 15 berühmtesten Auto-Rennstrecken in Europa

Von Silverstone über Hockenheim bis Monza

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Seitdem der Mensch gegen Ende des 19. Jahrhunderts das erste Automobil gebaut hat, misst er sein fahrerisches Können mit anderen. So sind im Laufe der Jahrzehnte in Europa und auf dem gesamten Erdball stetig neue großartige Rennstrecken konstruiert worden, von denen alle ihre besonderen Reize haben. So unvergleichbar wie sie sind, haben sie doch eins gemein: Die Konstrukteure von Porsche über Ferrari bis Dodge jagen hier immer neuen Rekorden und Trophäen hinterher.

Von Großbritannien bis Portugal gibt es ganz Europa einige altehrwürdige und weltbekannte Speedways. Sportwagen-leihen.com stellt die 15 berühmtesten Rennstrecken Europa vor.

Nürburgring, Deutschland

Der Nürburgring ist sagenumwoben. Der gesamte Rundkurs wurde 1925 gebaut und war ursprünglich 28 Kilometer lang, doch der südliche Teil wurde schnell nicht mehr genutzt. Die Nordschleife ist der eigentliche Rennkurs. 73 Kurven prägen diese äußerst anspruchsvolle mit diversen Anstiegen und Abfahrten ausgestattete Rennstrecke. Sie liegt in der Eifel, das Klima in der sogenannten Grünen Hölle ist tückisch. Regen und Nebel ziehen teilweise schnell auf und verschwinden ebenso schnell wieder.

Die Piste ist nicht nur schwer zu befahren, sondern auch gefährlich. Niki Lauda starb 1976 beinahe bei seinem folgenschweren Unfall, von dem er bis heute Brandnarben trägt. Seitdem 1976, fahren die Formel-1-Boliden nicht mehr auf der Nordschleife, 1984 wurde ein entschärfter Rundkurs eröffnet. Heute gibt es keine Formel 1 Rennen auf dem Nürburgring mehr, der letzte Sieger hieß im jahr 2013 Sebastian Vettel im Red Bull Renault. Langstreckenrennen und verschiedene Serien werden am Nürburgring aber weiterhin ausgetragen, auch Touristenfahrten sind möglich. Und das mit dem eigenen Wagen. Ebenso sind Fahrten in einem Renntaxi möglich.

Hockenheimring, Deutschland

In Baden-Württemberg gelegen ist diese altehrwürdige Hockenheimring, auf dem nicht nur die Formel ein schon viele Male zu gast war, sondern auch viele Rennen der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) ausgetragen werden. Jede Saison startet jeweils am Hockenheimring – und auch das Finale findet hier statt. Für diese im Jahr 1932 erbaute Hochgeschwindigkeitsstrecke waren einst lange Geraden charakteristisch, doch nach dem Umbau im Jahr 2002 wurde der Rundkurs gekürzt und entschärft. 120.000 Fans finden am Hockenheimring Platz.

Nach Vereinbarung sind auch Touristenfahrten möglich: Dann können Autoliebhaber selbst das Gaspedal durchtreten und echtes Rennsport-Feeling spüren.

AVUS, Deutschland

Die Automobil- und Verkehrs-Übungs-Straße (kurz: AVUS) in Berlin wurde 1921 fertiggestellt und sollte deutsche Autos weltweit konkurrenzfähig machen. Fünf Jahre später wurde hier der erste Große Preis von Deutschland ausgetragen. Die als Teststrecke konzipierte Rennbahn eignete sich vor allem, um die Leistungsfähigkeit von Reifen und Motoren auszuloten. Die Strecke bestand aus zwei Geraden, die mit zwei Kurven verbunden waren.

1936 wurde auf der AVUS auf Bestreben Adolf Hitlers die berühmte Steilkurve errichtet, die in einem 44-Grad-Winkel hochgezogen und 1967 wieder abgerissen wurde. Rennen wurden in den vergangenen Jahren auf der Avus kaum noch ausgetragen, auch die Deutschen Tourenwagen, die kurzfristig hier ihre Kräfte maßen, konnten die AVUS nicht retten. 1999 fand hier letztmals ein offizielles Rennen statt.

Lausitzring, Deutschland

Seit dem Jahr 2000 wird der Lausitzring, der den offiziellen Namen “Eurospeedway Lausitz” trägt, für Grand Prix, Speedway-Rennen aber auch als Teststrecke genutzt. Im brandenburgischen Klettwitz, rund 50 Kilometer von Cottbus entfernt gelegen, ist das Tri-Oval vor allem für Hochgeschwindigkeitsrennen geeignet. Unter anderem macht hier die Deutschen Tourenwagen Meisterschaft Station und begeistert dabei bis zu 110.000 Zuschauer Station.

Rallye Monte Carlo, Frankreich

Diese Rallye gilt als die Mutter dieses Rennsports. Die besten Fahrer der Welt holten ihr legendäre Siege: Walter Röhrl, Tommi Mäkinen, Sebastian Loeb und Sebastian Ogier fuhren hier Rekordzeiten.

Charakteristisch für diese Strecke sind die Bergpässe, auf denen regelmäßig Schnee liegt. Zudem ist das Wetter in den französischen Alpen kaum vorhersehbar. Die als „die Nacht der langen Messer“ bekannte Prüfung über den Col de Turini gehört mit ihren Haarnadelkurven im Gebirge zu den schwersten Aufgaben im Rallyesport.

Monte Carlo Formel 1, Circuit de Monaco, Frankreich

Der Stadtkurs ist die wohl berühmteste Formel 1-Strecke aller Zeiten. Es gibt kaum Auslaufzonen und dadurch auch kaum Überholmanöver. Die Fahrer müssen sich enorm konzentrieren, da sie regelmäßig mit hohen Geschwindigkeiten nur wenige Zentimeter von den Wänden entfernt fahren, um die letzten Zehntel herauszuholen. Das erste Rennen fand hier im Jahr 1929 statt.

Neben den 500 Meilen von Indianapolis und den 24 Stunden von Le Mans gehört der Große Preis von Monaco zu den drei Kronen des Auto-Rennsports. Der legendäre Ayrton Senna holte hier die meisten Pole-Positions (fünf) und Siege (sechs).

Le Mans, Frankreich

Auf dem Circuit de 24 Heures wird das berühmte 24 Stunden Rennen von Le Mans ausgetragen. Etwas mehr als 13 Kilometer ist der Rundkurs lang. Als besondere Herausforderung für Mensch und Auto gilt der hohe Vollgas-Anteil. Rund 85 Prozent der Strecke können mit Höchstgeschwindigkeit absolviert werden, darunter eine rund sechs Kilometer lange Gerade. Diese wurde allerdings aufgrund der erhöhten Unfallgefahr durch enorme Geschwindigkeiten und Reifenverschleiß entschärft. Seit Ende der 1980er-Jahre gibt es zwei Schikanen, sodass der Geschwindigkeitsrekord von Roger Dorchy mit einem P87 mit Peugeot-Motor aus dem Jahr 1988 seit zwei Jahrzehnten Bestand hat und bei 405 km/h steht.

Monza, Italien

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza – Formel 1-Boliden erreichen hier rund 370 Stundenkilometer –  gilt als eine der gefährlichsten der Welt. Durch Windschattenduelle auf der langen Gerade kam es in der bald 100-jährigen Geschichte des Rennstrecke im Autodromo Nazionale Monza zu diversen tödlichen Unfällen, bei denen nicht nur Fahrer, sondern auch Zuschauer starben. Den schwersten Unfall ereignete sich im Jahr 1928. Außer für den Piloten Emilio Materassi endete ein Unfall auch für 22 Zuschauer tödlich. 1961 verunglückte der Titelkandidat und posthume Vizeweltmeister Wolfgang Graf Berghe von Trips. Mit ihm starben 15 Zuschauer. Auch Jochen Rindt starb auf der Strecke in Monza. Sein Punktevorsprung zu diesem Zeitpunkt sorgte dafür, dass der Lotus-Pilot der einzige Formel 1-Fahrer der Geschichte ist, der nach seinem Tod Weltmeister wurde.

Erfolgreichster Fahrer in Monza ist Lewis Hamilton, der in den zurückliegenden sieben Jahren fünfmal im Mercedes  gewann (Stand 2018). Ebenfalls fünf Siege auf dieser Strecke holte Michael Schumacher im Ferrari.

Imola, Italien

Bis zum Jahr 2006 wurden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari Rennen der Formel 1 gefahren. Unweit des Stammsitzes in Maranello galt dieser Grand Prix von jeher als Heimspiel für Ferrari. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Michael Schumacher absoluter Rekordfahrer in Imola ist. Siebenmal siegte „Schumi“ hier, davon sechsmal im Ferrari.

Traurige Berühmtheit erlangte der Rundkurs im Jahr 1994. Beim Training starb Roland Ratzenberger am Sonnabend, am folgenden Sonntag verunglückte der mehrfache Weltmeister Ayrton Senna im Rennen tödlich. In der Folge wurden mehrere Stellen auf der Strecke entschärft, um die Geschwindigkeit zu drosseln. 2007 wurde Imola aus dem Formel 1-Rennkalender gestrichen und stark umgebaut. Seitdem finden hier verschiedene Rennen statt, unter anderem das Imola Classic oder das Porsche Festival.

Silverstone, Großbritannien

Das erste Rennen in der Geschichte der Formel 1 fand in Großbritannien statt, Giuseppe Farina siegte im Alfa Romeo in Silverstone. Insgesamt 52 Formel-1-Rennen wurden hier ausgetragen, Lewis Hamilton und Alain Prost siegten je fünfmal. Auch mehrere Motorradrennen und verschieden Serien werden hier veranstaltet. Die Basis der Strecke bilden Start- und Landebahnen der Royal Air Force, die hier 1943 einen Militärflugplatz errichtete. Nachdem der 2. Weltkrieg endete, wurde der Flugplatz in eine Rennstrecke umgebaut. Immer wieder wurde der ursprünglich nur aus Geraden und verbindenden Haarnadelkurven bestehende Rundkurs umgebaut, zuletzt 2010. Nun gibt es in Silverstone 18 Kurven auf knapp sechs Kilometer Länge.

Brands Hatch, Großbritannien

In der Nähe von London gelegen, werden in Brands Hatch seit 1926 Wettfahrten ausgetragen. Vor knapp 100 Jahren gingen die Teilnehmer allerdings noch auf einer Grasbahn an den Start, heute messen vor allem Tourenwagenfahrer ihre Kräfte. Im Laufe der Jahren wurden hier auch Formel-1-Rennen veranstaltet, insgesamt waren es elf, das letzte 1986. Dreimal siegte der Österreicher Niki Lauda – zweimal im McLaren und einmal im Ferrari. Die Strecke gilt als anspruchsvoll, da sie nicht flach ist und es zudem Licht-und Schattenwechsel gibt, da der Kurs durch einen Wald führt. Mehrere schnelle Rechtskurven fordern die Fahrer wie auch die  Rennwagen. Bis zu 250 Stundenkilometer erreichen die Tourenwagen am schnellsten Punkt der Strecke, am langsamsten wird es in der Haarnadelkurve mit nur rund 75 km/h.

Zandvoort, Niederlande

Kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Rennstrecke an der Nordsee gebaut. Von Anfang der 1950er-Jahre bis in die 80er hinein war sie fester Bestandteil des Formel-1-Zirkus. Mehrere tödliche Unfälle, unter anderem starb der Brite Roger Williamson 1973 in seinem Wagen, sorgten dafür, dass Zandvoort nicht mehr im Kalender der Formel 1 blieb. Ein Deutscher siegte hier: Wolfgang von Trips steuerte seinen Ferrari 1961 auf Platz 1. Niemand beherrschte den Großen Preis der Niederlande jedoch so gut wie Jim Clark im Lotus. Von 1963 bis 1967 stand er viermal ganz oben auf dem Treppchen, lediglich unterbrochen von Jack Brabham 1966.

Mittlerweile drehen hier vor allem Tourenwagen ihre Runden, sowohl die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) als auch die Tourenwagen-Weltmeisterschaft gastiert in den Niederlanden. Besonders macht die Strecke in Zandvoort, dass die Fahrer mit Dünensand zu kämpfen haben.  Dieser wird vom Küstenwind auf die Strecke getragen und macht diese rutschig. Zudem ist der Parcours hügelig. Der Circuit Zandvoort gilt als der anspruchsvollste der DTM.

Spa Francorchamps, Belgien

Der Große Preis von Belgien ist seit dem Jahr 1950 – mit ein paar Unterbrechungen –  Bestandteil der Formel 1. Bis zu 84 000 Zuschauer jubeln hier den Fahrern zu, die ihre Fähigkeiten auf der sieben Kilometer langen und mit 21 Kurven gespickten Strecke zeigen müssen. Die Fliehkräfte sind hoch, da die Fahrer pro Runde einen Höhenunterschied von rund 100 Metern bewältigen müssen. Daher wird Spa auch als „Ardennen-Achterbahn“ bezeichnet. Berühmt-berüchtigt ist unter anderem die Senke „Eau Rouge“. Auch das Ambiente inmitten von Tannenwäldern ist einzigartig.

Die Strecke führte in früheren Jahren über ansonsten öffentlich genutzte Straßen. Daher gehörten unter anderem auch Gullideckel zu dem Rundkurs. Das Wetter in den Ardennen ist kaum zu berechnen. Teilweise sind einzelne Streckenabschnitte trocken, während es in anderen Bereichen stark regnet. Ende der 1970er-Jahre wurde die Streckenlänge halbiert, die größten Gefahren wurden verbannt, Auslaufzonen geschaffen. Eine besondere Beziehung zu Spa hat Michael Schumacher: Er fuhr hier 1991 sein erstes Rennen und holte 1992 seinen ersten Sieg. Insgesamt gewann der Kerpener hier sechsmal – niemand tat das öfter.

Estoril, Portugal

Der Circuito do Estoril stand für Portugals Rennsport: Jahrelang war dieser Rundkurs die bekannteste Strecke des Landes und auch über die Grenzen hinaus berühmt. 13-mal fanden hier in den 1980er und 1990er-Jahren Formel-1-Rennen statt, je dreimal siegten Alain Prost im McLaren und Nigel Mansell im Williams und Ferrari. Heute drehen diverse Rennserien hier ihre Runden. Eine sehr lange Gerade, zwei Spitzkehren und ein Höhenunterschied prägen die Strecke in Estoril.

Hungaroring, Ungarn

Seit 1986 gastiert die Formel 1 immer wieder in Ungarn am Hungaroring. Zu Zeiten des Kalten Krieges war diese Station die erste in einem kommunistischem Land. Auch im DTM-Kalender ist der Rundkurs in der Nähe von Budapest fester Bestandteil. Da die Strecke in einem Tal gebaut wurde, können die Zuschauer von den Tribünen aus große Teile des Rennen verfolgen – eine absolute Seltenheit. Der Kurs ist sehr eng, Überholmanöver sind daher selten.

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