Die berühmtesten Rennstrecken in Amerika

Legendäre Rundkurse in Nord- und Südamerika

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Nicht nur Europa hat viele berühmte Rennstrecken zu bieten, auch auf dem amerikanischen Kontinent finden sich Parcours, auf denen Motorsportgeschichte geschrieben wurde. Sportwagen-leihen.com stellt die legendären Strecken auf der anderen Seite des Atlantiks vor.

Rennstrecken von Kanada bis Argentinien

Vor allem die USA sind autoverrückt, auch wenn die Tradition hier etwas andere Rennen kennt und damit auch andere Rennstrecken als in Europa erfordert. Die Rennkultur in der Vereinigten Staaten ist etwas anders als im Rest der Welt. Hier dominieren vor allem Renn-Ovale, auf denen beispielsweise Nascars und Indycars mit hohen Geschwindigkeiten nur wenige Zentimeter von Betonwänden und Gegnern entfernt entlang rasen. Aber es existieren auch Kurse mit Schikanen und Kurven, die nicht nur in eine Richtung gehen. 

Kanada, die USA, Brasilien und Argentinien und Mexiko gehören seit Jahrzehnten in unterschiedlicher Besetzung zum Rennkalender der Formel 1. Viele Weltmeister kommen von diesem Kontinent, allen voran Juan Manuel Fangio (ARG) oder Ayrton Senna (BRA). 

Indianapolis Motor Speedway, Indianapolis, USA

In den USA existieren verschiedene Formen von Renn-Ovalen. So gibt es quasi runde Strecken, die von oben herab wie ein großen „D“ aussehen (D-Oval). Ein Beispiel ist hier der Auto Club Speedway in Kalifornien. Bei Tri-Oval-Kursen wie dem Daytona International Speedway müssen die Fahrer drei langgezogene Kurven durchfahren. 

Die wohl berühmteste Rennstrecke der USA ist jedoch der Indianapolis Motor Speedway. Dieser gehört in die Kategorie Quad-Oval, da bei dieser Art Kursen vier Kurven zu bewältigen sind. Die Strecke in Indianapolis ist fast quadratisch. Dieser Speedway liegt innerhalb der Stadt und wurde bereits im Jahr 1909 gebaut. 300.000 Menschen finden Platz auf den Tribünen. Hier wird eines der berühmtesten Rennen der Geschichte ausgetragen: Das Indy 500. Bereits seit 1911 suchen hier Indycar-Fahrer ihren Champion. Auch die Formel 1 machte hier achtmal Station, fünfmal siegte Michael Schumacher.

Circuit of The Americas, Austin, USA

In Texas ist diese 5500 Meter lange Rennstrecke beheimatet. Besonders wohlfühlt sich hier Lewis Hamilton. Fünfmal stand er am Ende eines Formel-1-Rennens ganz oben auf dem Podium, nur dreimal siegte ein anderer Fahrer, unter anderem Sebastian Vettel. Die Rennstrecke ist sehr modern und wurde erst im Jahr 2012 fertiggestellt. 

Neben den Rennwagen der Formel 1 können Zuschauer auch Motorräder in Wettrennen sehen: Seit 2013 ist Austin fester Bestandteil des Motorrad-WM-Kalenders. Nachdem Marc Marquez von 2013 bis 2018 jeweils auf Honda gewann, setzte sich 2019 erstmals Alex Rins auf Suzuki durch. Die Strecke umfasst 20 Kurven, leichte Steigungen, eine lange Gerade und wird unüblicherweise gegen den Uhrzeigersinn gefahren.

Circuit Gilles Villeneuve, Montreal, Kanada

Oh Canada… Seit gut 40 Jahren ist der nördliche Nachbar der USA Veranstalter eines Formel-1-Rennens (mit Ausnahme des Jahres 2009). Die Strecke liegt in Montreal auf der Insel Notre-Dame, nach der sie ursprünglich auch benannt wurde. Doch nachdem Gilles Villeneuve bei einem Rennen im Jahr 1982 auf der berühmten Rennstrecke in Spa-Francorchamps (Belgien) starb, wurde sie nach dem Kanadier benannt.

In Erinnerung wird einigen Rennsportfans sicherlich die „Wall of Champions“ sein. Im Jahr 1999 schafften es die drei Weltmeister Damon Hill, Michael Schumacher und Jacques Villeneuve allesamt, an der gleichen Stelle des Rennens in die Mauer zu krachen. Auch die Champ-Car-Serie und die Nascar Nationwide Series veranstalten Rennen in Montreal.

Autódromo Hermanos Rodríguez, Mexiko City, Mexiko

Der Große Preis von Mexiko wird hier seit dem Jahr 2015 wieder ausgetragen. Schon in den 1960er-Jahren gab es auf dieser Strecke Formel-1-Rennen, doch diese wurde 1970 wegen Sicherheitsmängeln stillgelegt und erst 1986 wiedereröffnet. Viele verschiedene Streckenführungen sind möglich, unter anderen auch ein Oval. 

Bei diesem Formel-1-Rennen müssen die Fahrer 17 Kurven auf einer Länge von rund 4.300 Metern durchfahren. In den 60er-Jahren gelang es lediglich Jim Clark mit seinem Lotus hier doppelt zu siegen (1963 und 1967). Weitere Mehrfachgewinner sind Alain Prost im McLaren (1988 und 1990) sowie Lewis Hamilton im Mercedes (2016 und 2019) und Max Verstappen im Red Bull (2017 und 2018).

Autódromo de Buenos Aires, Buenos Aires, Argentinien

Dass Buenos Aires eine permanente Rennstrecke hat, ist dem damaligen Präsidenten Juan Peron zu verdanken. Dieser war Motorsportfan und wollte den hiesigen Fahrern bessere Chancen im internationalen Vergleich ermöglichen. Unter anderem Juan Manuel Fangio soll sich für den Bau eingesetzt haben. Dieser gewann den Großen Preis von Argentinien bei sechs Starts viermal in drei verschiedenen Autos (Maserati, Mercedes, Ferrari). Damit ist er auch der Rekordsieger. 

Offiziell trägt der Rundkurs seit dem Jahr 2008 den Namen der Rennfahrbrüder Juan und Oscar Alfred Galvez. Innerhalb von fünf Jahrzehnten (1950er bis 1990er) wurden hier 20 Formel-1-Rennen ausgetragen. Die Rennstrecke wird aktuell jedoch nur für kleinere Rennen genutzt.

Autódromo José Carlos Pace (Interlagos), Sao Paulo, Brasilien

Die Bauarbeiten dieser berühmten Rennstrecke begannen im Jahr 1938 und wurden zwei Jahre später fertiggestellt. Anfang der 1950er-Jahre wurden hier vor allem Langstreckenrennen veranstaltet, wie das Tausend-Meilen-Rennen. Juan Manuel Fangio siegte bei einem Rennen im Jahr 1952. Weltweit berühmt wurde Interlagos („Zwischen zwei Seen“) in den 1970ern, da ab dann die Formel 1 hier einen jährlichen Grand Prix veranstaltete. Den ersten gewann der Brasilianer Emerson Fittipaldi im Lotus. Aufgrund der schlechten Streckenqualität zog die Formel 1 in den 1980ern jedoch nach Rio de Janeiro um. Eine Modernisierung brachte den Grand Prix später zurück. 

Dazu werden in Sao Paulo lokale Rennen wie der Mil Milhas Brasileiras und ein lokales Formel-3-Rennen ausgetragen. Auch die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft macht hier Station. Das Formel-1-Rennen wird gegen den Uhrzeigersinn gefahren und hat daher eine besondere Belastung für die Fahrer parat. Hinzu kommen noch die tropischen Bedingungen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Lokalmatadore konnten damit oft gut umgehen: Fittipaldi siegte zweimal (1973 und 1974), ebenso Ayrton Senna (1991 und 1993) und Felipe Massa (2006 und 2008). Doch niemand siegte öfter als Michael Schumacher (viermal).

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